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Ralf Thenior


Geboren 1945 in Bad Kudowa (Kudowa Sdroj)/Schlesien. Nach dem Besuch der Realschule, einer Ausbildung zum Verlagskaufmann und einem Übersetzerstudium am Dolmetscherinstitut der Universität Saarbrücken, holte Thenior das Abitur nach und studierte in Hamburg Germanistik, Sinologie und Soziologie. Auf ausgedehnten Reisen besuchte er die USA, Kanada, Grönland und Mexiko. 1977 war er Mitorganisator des "Ersten bundesdeutschen Lyrik-Festivals" in Hamburg. 2005 rief er in Sofia mit bulgarischen und deutschen Studenten in Zusammenarbeit mit Ralf Werner und dem Ensemble DIE KULTURTECHNIKER das  Projekt: Balkan. Sound. Prosa ("Wo geht’s denn hier nach Europa?") ins Leben.

1969 beginnt Ralf Thenior zu veröffentlichen, zunächst in Zeitschriften und im Rundfunk. Seit 1983 arbeitet er mit dem Musiker und Komponisten Ralf Werner zusammen. Von Thenior erschienen zahlreiche Lyrikbände, Erzählungen und Romane sowie Kinder- und Jugendbücher, u.a.: "Traurige Hurras. Gedichte und Kurzprosa" (1979), "Sprechmaschine Pechmarie. Neue Gedichte" (1979), "Radio Hagenbeck. Sieben schmutzige Geschichten in schmutziger Sprache" (1984), "Ja, mach nur einen Plan. Roman" (1988), "Drache mit Zahnweh im Wind. Reisegedichte" (1990), "Das Gelächter der Sterne. Ein Wochenendliebesroman" (1992), "Einfache Dinge. Gedichte und Prosa aus fünfundzwanzig Jahren" (1995), "Das bulgarische Gefühl. Reisebilder aus Plovdiv und vom Schwarzen Meer" (1998), "Dämonenspiegel. Achtundsechzig Gedichte und ein Essay" (2003); "Herbstmobil. Gedichte" (2007), "Der Hausgott trinkt Fanta. Flipflopgeschichten" (2008), "Fremde Leben. Gedichte" (2011), "Strange Kebab. Kleingeschichten aus dem größten Ruhrgebiet der Welt" (2011).

Thenior lebt in Dortmund. Er wurde u.a. mit dem Ibnassus-Preis für moderne Lyrik (1973), dem Förderpreis zum "Kulturpreis Schlesien" des Landes Niedersachsen (1984), dem Umweltpreis Literatur des Landes Nordrhein-Westfalen (1987), dem Literaturpreis Ruhrgebiet (1990), dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis (1993), dem Großen Edenkoben-Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz (2006) und dem Literaturpreis der SalonLöwinnen Oberhausen (2009) ausgezeichnet.


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