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08.10.2017 - Dortmund

Der kleine Lord von Frances Hodgson Burnett



Szenisch erzählt von Michael Dreesen

"Der kleine Lord" (Little Lord Fauntleroy) ist seit seiner Veröffentlichung 1886 ein literarischer Welterfolg. Allein in deutscher Sprache sind bis heute mehr als dreißig Ausgaben erschienen. Die gleichnamige Verfilmung von 1980 hat sich zu einem Klassiker entwickelt, der seit 1982 jährlich zu Weihnachten im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird. Das Werk wurde mehrfach als Hörspiel und als Musical adaptiert.

Cedric Errol, ein kleiner Junge aus New York, wird von seinem kaltherzigen englischen Großvater, dem Earl of Dorincourt, als letzter verbliebener Nachfolger für den Grafentitel bei sich aufgenommen und aufgezogen. Seine Mutter, eine Amerikanerin, darf das Anwesen des Earls nicht betreten. Am Ende schafft es Cedric, dass sein Großvater Liebe und Großzügigkeit zeigt und seine Mutter akzeptiert.

Michael Dreesen erzählt und spielt die Geschichte aus der Sicht von Mr. Hobbs, Cederics bestem Freund. Er ist durch und durch Republikaner und Adelshasser. Aus seiner Perspektive werden alle anderen Charaktere des Romans in humorvoll-ironischer Brechung beleuchtet. So erscheinen die Figuren der Handlung besonders plastisch und gleichsam lebendig. Und trotz Mr. Hobbs rauer Schale kommt auch das Rührende der Erzählung nicht zu kurz.

Michael Dreesen (geb. 1972 in Essen) lebt als freier Schauspieler in Mainz, wo er auch 1995-1998 seine Ausbildung absolvierte. Es folgten u.a. Engagements in Lübeck, Karlsruhe, Mainz und Heilbronn - zuletzt 2004-2010 am Landestheater Schleswig-Holstein - sowie die Mitarbeit an freien Produktionen und Solo-Auftritte.



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